Wohnung mieten: Welcher Wohnungstyp sind Sie?

Die Bedeutung der Wohnung als Rückzugsort kann nicht groß genug bemessen werden. Daher ist es auch so wichtig, dass Sie sich vorab genau Gedanken darüber machen, was Sie suchen, was für Wünsche und Anforderungen Sie an Ihr neues Zuhause haben sowie was Sie sich leisten können. In unserem 11880.com-Immobilienmakler-Ratgeber zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Wohnung mieten möchten. Neben den harten Fakten stellen wir Ihnen auch die unterschiedlichen Wohnungstypen vor.

Die harten Fakten: Lage, Größe, Schnitt

Ganz am Anfang Ihrer Überlegungen sollten Sie Antworten auf die Frage nach der Lage, der Größe und dem Schnitt finden. Diese Kernfaktoren bestimmen auch einen Großteil der Mietkosten – Sie können sich also vor der eigentlichen Suche bereits einen Rahmen setzen und eingrenzen, welche Mietwohnungen überhaupt für Sie infrage kommen.

Lage

Mietvertrag
© Fotomatt_hh - istockphotos.com

Bevor Sie sich auf die Suche nach einer Mietwohnung machen oder einen Makler beauftragen, sollen Sie einige Eckpunkte fixieren. Vorne weg sollten Sie die Lage der Wohnung eingrenzen. Wie sieht der Weg zur Arbeit aus? Bevorzugen Sie kurze Wege und eine stadtnahe Lage oder möchten Sie abseits der Großstadthektik etwas außerhalb wohnen und dafür längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen? Hier stellt sich auch die Frage nach der Infrastruktur: In zentraler Lage kommen Sie gegebenenfalls ohne eigenen Pkw aus. Wohnen Sie weiter von Ihrer Arbeitsstätte entfernt, sind Sie entweder auf ein dichtes Nahverkehrsnetz oder ein Auto angewiesen. Sie sollten auch auf umliegende Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung sowie Kindergräten und Schulen achten.

Größe

Ihre Lebensplanung und -situation ist der Gradmesser, um die Größe Ihrer Mietwohnung zu bestimmen. Aus der Wohnungsgröße ergeben sich wiederum der Mietpreis und die Mietnebenkosten. Beispielsweise sollten Sie einen zusätzlichen Raum einplanen, wenn Sie aktuell einen Kinderwunsch hegen.

Größe ist aber relativ. Denn entgegen landläufiger Meinung gibt es zwei Arten, die Wohnungsgröße zu bestimmen:

  • Wohnflächenverordnung
  • DIN 277

Wohnflächenverordnung

Nach der Wohnflächenverordnung werden Räume erst ab einer Höhe von zwei Metern zur Wohnfläche angerechnet. Flächen zwischen einem und zwei Metern – typischerweise Dachschrägen – werden nur zur Hälfte angerechnet, Flächen unterhalb eines Meters gar nicht. Die Grundfläche von Balkonen, Loggien und Terrassen wird in der Regel zu einem Viertel, maximal bis zur Hälfte als Wohnfläche angerechnet. Flächen unterhalb von Treppen werden bis zu einer Treppenhöhe von zwei Metren zur Hälfte angerechnet, darüber voll.

DIN 277

Eine Berechnung nach DIN 277 ist für Sie als Mieter eher nachteilig. Bei dieser Berechnung wird die Grundfläche komplett angerechnet, ohne etwaige Abzüge für Dachschrägen oder Treppen. Auch Balkone und Kellerräume werden zu 100 Prozent auf Die Wohnfläche angerechnet. Daher sollten Sie bei der Suche unbedingt die Berechnungsmethode der Wohnfläche beachten – nach DIN 277 kann die Wohnfläche gut und gerne 20 Prozent größer ausfallen, als nach der Wohnflächenverordnung!

Schnitt und Ausstattung

leere altbauwohnung
© zveiger alexandre - istockphotos.com

Die Raumaufteilung ist ein weiterer wichtiger Faktor. Durch den richtigen Schnitt kann eine Wohnung sehr viel Atmosphäre gewinnen. Lassen Sie sich von einer leergeräumten Wohnung aber nicht täuschen. Sie kann heller und geräumiger erscheinen, als Sie im möblierten Zustand wirklich ist. Bedenken Sie daher den Platzbedarf Ihrer Möbel ein und spielen Sie die Inneneinrichtung vor dem geistigen Auge durch. Sie können Ihre Möbel auch in den Grundriss einzeichnen, falls Ihnen die räumliche Vorstellungskraft fehlt.

Quadrate und Rechtecke

Grundsätzlich sind quadratische oder rechteckige Räume bei der Einrichtung ideal. Schräge Wende, Ecken und Kanten sowie Dachschrägen erschweren die Möblierung. Wandschränke oder Wohnlandschaften lassen sich unter Umständen nicht aufstellen – bedenken Sie daher, wenn Sie eine bestimmte Wohnung mieten möchten, wie viele Ihrer Möbel Sie in der neuen Wohnung aufstellen können und planen Sie die Anschaffung neuer Möbel mit ein.

Der richtige Grundriss

Zudem sollte der Grundriss den Bedürfnissen aller Bewohner gerecht werden. In einer WG oder falls Sie Kinder haben, sollten die Räume möglichst gleich groß sein, um Streitigkeiten zu vermeiden. Auch bestimmte Vorlieben können für oder gegen eine bestimmte Mietwohnung sprechen. Legen Sie beispielsweise großen Wert auf eine Wohnküche oder ein offenes Wohnzimmer, sind das unter Umständen Ausschlusskriterien für bestimmte Mietwohnungen. Haben Sie entsprechende Ausschlusskriterien, kann es sich durchaus lohnen, einen Makler zu engagieren. Der Profi sucht konkret nach Ihren Wünschen und Vorgaben und unterbreitet Ihnen seine maßgeschneiderte Auswahl. Einen passenden Immobilienmakler finden Sie ganz einfach über unser Portal.

 



Ausstattung

Auch die Ausstattung der Räume ist ein wesentliches Kriterium. Sind die Böden und Wände hochwertig? Müssen diese mit Aufwand auf Vordermann gebracht werden? Ist das Bad groß genug, im Falle von Familien mit zwei Waschtischen ausgestattet und ist eine Gästetoilette vorhanden?

 

Die Wohnungstypen

Wenn Sie eine Wohnung mieten möchten, bestimmen jedoch nicht nur die oben genannten harten Fakten die Wahl Ihrer Immobile. Haben Sie sich vorher auf einen bestimmten Wohnungstyp festgelegt, erschwert sich Ihre Wohnungssuche gegebenenfalls. Denn neben der „normalen“ Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus gibt es noch diverse Wohnungstypen, die sich anhand Ihrer Bauform (sowie der Nachfrage und dem Preis) unterschieden.

Apartment

niedrigBeim Apartment handelt es sich um eine kleine Wohnung, die meist aus einem Zimmer, Küche und Bad besteht. Durch die geringe Quadratmeterzahl und Anzahl an Räumen sind hier wenige Rückzugsmöglichkeiten geboten. Dafür bewegt sich das Apartment am unteren Ende der Preisskala.

 

Penthousewohnung

sehr hochAm gegenüberliegenden Ende steht die Penthousewohnung. Sie steht typischerweise auf dem Dach eines größeren Wohn- oder Hochhauses in exklusiver Lage, weist großzügige, hochwertig ausgestattete Räume auf und wird meist von einer Terrasse umschlossen. Wir haben diesem besonderen Wohnungstyp einen ausführlichen Artikel gewidmet.

 

Loft

sehr hochLoftwohnungen liegen meist etwas außerhalb des Stadtkerns, häufig in Industrie- oder Hafenvierteln. Bei diesem Wohnungstyp handelt es sich um großzügige, offene Wohnungen, mit hohen Decken, die viel Wohnfläche bieten. Die klassische Raumaufteilung Wohnzimmer-Schlafzimmer-Küche-Bad ist hier selten anzutreffen. Vor allem Freiberufler und Künstler greifen auf die großflächigen Liftwohnungen zurück, da Sie Wohn- und Arbeitsraum ideal kombinieren können.

Maisonette-Wohnung

hochMaisonette-Wohnungen vermitteln ein Gefühl vom eigenen Haus. Wohnungen dieser Art erstrecken sich über mehrere Etagen und sind meist – aber nicht ausschließlich – im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses verortet. Da die beiden Etagen durch eine Treppe verbunden sind (die gerne auch frei schwebend verbaut ist, um eine noch großzügigere Raumanmutung zu schaffen), eignen sich Maisonette-Wohnungen eher für jüngere, mobile Menschen, ohne Kinder.

 

Einliegerwohnung

mittelEinliegerwohnungen befinden sich meist an Einfamilienhäusern und verfügen dabei über einen separaten Eingang. Sie können in Größe und Ausstattung stark variieren. Der Wohnraum fällt meist jedoch nicht besonders groß aus, weshalb Sie sich für Singles und junge Paare eignen. Ein Vorteil ist häufig die Mitbenutzung des Gartens. Sie sollten jedoch bedenken, dass Sie in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Vermieter wohnen, was gewisse Beeinträchtigungen der Privatsphäre bedeuten kann.

Souterrainwohnung

mittelDie Souterrainwohnung liegt unter der Erdoberfläche. Die Wohnfläche kann stark variieren, wie auch der generelle Lichteinfall. Grundsätzlich gehören Souterrainwohnungen nicht zu den begehrtesten Immobilien. Dabei können Sie bei diesem Wohnungstypen richtige Schätze entdecken. Liegt das Wohnhaus etwa in einem Hang, kann die vom Hang abgeneigte Seite großflächige Fensterflächen bieten, die für viel Licht sorgen. Zudem kann eine Terrasse die Wohnfläche zusätzlich vergrößern.

 



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